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Was ist Artemisinin?

Was ist Artemisinin?

ist ein sekundärer Pflanzenstoff, chemisch ein Sesquiterpen, dass in den Blättern und Blüten des Einjährigen Beifußes (Artemisia annua) vorkommt.

Charakteristika der Artemisininstruktur ist ein Trioxanringsystem und eine Peroxidbrücke. Es wird weltweit zur Behandlung von Infektionen mit multiresistenten Stämmen von Plasmodium falciparum, dem Erreger der Malaria tropica, eingesetzt. - (Wikipedia)

 

Vielen ist die Beifuß-Pflanze nur als Hauptbestandteil von Absinth und Wermut bekannt. Dabei verwendete man bereits seit Jahrtausenden eine spezielle Sorte des Beifußes in China. Den einjährigen Beifuß, oder auch bekannt als Artemisia annua. Dies wurde als Heilpflanze zur Behandlung von diversen Krankheiten bis hin zu Malaria verwendet. Mit dem Aufkommen der Postmodernen Medizin ist die Verwendung der Artemisia Pflanze lange Zeit in Vergessenheit geraten. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts fand man bei archäologischen Grabungen, antike Heilmittelrezepte – darunter auch eines für einen Artemisia Tee bei Malaria. Seither kann man von einer tollen Erfolgsgeschichte der Artemisia Pflanze sprechen. Inzwischen werden die gewonnen Wirkstoffe Artemisinin und Artesunat in Asien, Indien und Afrika immer häufiger zur Bekämpfung der Malaria einsetzt. Vor einigen Jahren entdeckten Henry Lai und Narendra Singh von der Universität Washington, das der Hauptbestandteil der Artemisia annua Pflanze (Artemisinin = Wirkstoff) als ein vielversprechendes Mittel gegen Krebs darstellt.

 

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von einjährigem Beifuß

Der führende Inhaltsstoff im einjährigen Beifuß ist das Artemisinin. Dieser wurde über die letzten Jahrzehnte intensiv erforscht, mit positiven Erkenntnissen in Bereichen wie der Malaria- und Krebsbehandlung. Insgesamt einige Hundert Inhaltsstoffe sind in der Pflanze zu finden, zu den wichtigsten neben Artemisinin gehören:

Artemisinin Therapie bei Krebs HIV und Borreliose
  • Flavonoide
  • Menthol
  • Cumarin
  • Thymol
  • Beta-Sitosterol
  • div. ätherische Öle

Viele dieser zusätzlichen Inhaltsstoffe sind wissenschaftlich gut erforscht und werden mit vielen unterschiedlichen Wirkungen auf den menschlichen Körper in Verbindung gebracht. So werden Flavonoide für eine anti-oxidative Wirkung geschätzt, Menthol und ätherische Öle werden mit ihrem angenehmen Duft entspannende Eigenschaften zugeschrieben. Die Wirkung von Artemisinin wird im Folgenden noch ausreichend beschrieben.

Wirkungsweise von Artemisinin

Mit Artemisinin können Krebszellen gezielt getötet werden, während normale Zellen unverletzt bleiben. Henry Lai von der Universität Washington sagte: „In Zellkulturen ist Artemisinin als Reinsubstanz, etwa 100-mal wirksamer, als bekannte Zytostatika“. Da Krebszellen sich sehr schnell vervielfältigen, benötigen diese, für die DNS-Replikation, erheblich mehr Eisen als die Körpereigenen Zellen. Daher haben Krebszellen an ihrer Oberfläche einen deutlich größeren Anteil an Transferrin-Rezeptoren. Die Aufgabe der Transferrin-Rezeptoren ist die aktive Aufnahme von Transferrin (und damit Eisen) in die Zelle. Somit sichert sich die Krebszelle eine kontinuierliche Versorgung an Eisen. Diese Perfekte Mechanismus zur Vermehrung und Selbsterhaltung, ist schließlich auch die größte Schwachstelle der Krebszellen.

Die im Artemisinin enthaltene Peroxidbrücke produziert bei Kontakt mit dem Eisen innerhalb der Tumorzelle hochaggressive Sauerstoffradikale welche zum Absterben der Tumorzelle führen.

Wirkung gegen Malaria und Krebs

Das Geheimnis von Artemisinin liegt in seiner Reaktion mit Eisen, das sich in hohen Konzentrationen in Malariaerregern findet. Gerät Artemisinin in Kontakt mit Eisen, kommt es zu einer chemischen Reaktion. Dadurch werden freie Radikale erzeugt. Diese greifen die Zellmembrane der Malariaparasiten an, und reißen sie förmlich auseinander wodurch der Erreger vernichtet wird.

Da Krebszellen große Mengen an Eisen speichern, um bei der Zellteilung ihre DNS zu reproduzieren, finden sich auch in ihnen wesentlich höhere Konzentrationen als in normalen Zellen. Verabreicht man Artemisinin, wird deshalb die gleiche Reaktion wie bei Malaria in Gang gesetzt. Es kommt zur massiven Freisetzung von Sauerstoffradikalen in der Krebszelle, was zu ihrer Vernichtung führt.

 

Neben seiner hohen Effektivität bietet Artemisinin viele weitere Vorteile:

  • Es ist selektiv
  • Alle Krebsarten sind empfindlich gegenüber Artemisinin.
  • Artemisinin reagiert auf alle Arten von Viren und Bakterien die einen erhöhten eisenbedarf zur Reproduktion benötigen
  • Durch das freisetzten von freien Radikalen, werden auch Viren und Bakterien angegriffen die Körperüblichen-Mengen an Eisen benötigen.

 

Bestätigt wurden diese Ergebnisse in über 10.000 Studien. Grundlegend kann gesagt werden das nach 8 Stunden ca. 75 % der Zellen vernichtet waren, und nach 16 Stunden praktisch keine mehr lebten. Noch beeindruckender waren Tests mit Leukämiezellen. Diese waren bereits nach 8 Stunden völlig zerstört. Bedeutsam Ergebnisse erzielte man gleichfalls bei Experimenten mit Brustkrebszellen, die zuvor auf eine Strahlenbehandlung nicht angesprochen hatten, jedoch auf Artemisinin empfindlich reagierten. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass Krebsbehandlung mit Artemisinin auch bei Krebsarten erfolgreich sein könnte, bei denen konventionelle Therapien bislang kaum Wirkung zeigten.

Einfluss auf die Neoangiogenese und den Tumorwachstum

Größere Tumoren benötigen für ihr Wachstum eine Neubildung von Blutgefäßen, da die Ernährung und Versorgung der Tumorzellen durch die umliegenden Zellen oder Gewebe nicht mehr gewährleistet ist. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Artemisinin auch Einfluss auf die Neoangiogenese nimmt. Der Wirkstoff kann verhindern, dass der Tumor sich neue Wege im Organismus schafft um Metastasen zu bildet.

Artemisinin im Rahmen einer komplementären Tumortherapie

Im Rahmen einer komplementären Therapie wird Betroffene vor dem Einsatz von Artemisinin eine größeren Mengen Eisen gegeben (1 – 2 Tage). Danach werden 4 – 6 Milligramm Artemisinin pro Kilo Körpergewicht gegeben. Nach vier Wochen erfolgt eine erneute Einnahme von Eisen, danach wieder eine dreiwöchige Gabe von Artemisinin.

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